Fragen und Antworten

FAQ

Warum sollte die Luftqualität in Innenräumen verbessert werden?

Um Energie zu sparen, werden Gebäude zunehmend luftdichter gebaut. Dadurch leidet jedoch die Raumluftqualität. Belastungen wie Feinstaub durch Drucker, Ausdunstungen von Möbellacken oder der Verbrauch der Luft durch den Menschen selbst bleiben so kontinuierlich in den Innenräumen gefangen und mindern die Luftqualität Schritt für Schritt. Auch Beschäftigungen wie Kochen, Putzen und sogar Sport treiben setzen sogenannte flüchtige organische Stoffe frei (Volatile Organic Compounds).

Zudem wird die Qualität der Außenluft mit der zunehmenden Industrialisierung immer stärker beeinträchtigt. Mit dem Lüften lassen wir schließlich Autoabgase, Schornsteinemissionen und andere Verschmutzungen in unsere Wohnungen hinein. Wissenschaftler beschäftigen sich seit über 50 Jahren mit den Auswirkungen der veränderten Raumluft auf den Menschen und es wurden Zusammenhänge zwischen wiederkehrenden Krankheiten und unzureichenden Raumluftbedingungen festgestellt. Sie fassen diese Krankheitsbilder unter dem Begriff-Sick-Building-Syndrom zusammen. Trockene Heizungsluft führt beispielsweise zu trockenen Schleimhäuten und damit zu Reizhusten. Die trockenen Atemwege wiederum sind dann anfälliger für Infektionen.

Besteht eine Schimmelgefahr?

Wir wurden oft gefragt, ob durch den vermehrten Wassernebel-Ausstoß eine Schimmelgefahr besteht. Um genau das zu vermeiden, kommt die Sensorik ins Spiel. Die Luftfeuchtigkeit wird nicht einfach nur erhöht, sondern durch ein eingebautes Hygrometer reguliert. Wenn die Raumluft den von Bauingenieuren empfohlenen Wert von 60 % überschreitet, schaltet sich die Benebelung automatisch ab.

Muss das Moos geschnitten/gewechselt werden?

Moos wächst nicht so schnell wie z. B. Rasen, der jede Woche gemäht werden muss oder wie herkömmliche Pflanzenwände, die ca. alle 3 Monate beschnitten werden müssen. Bis das Moos so hoch gewachsen ist, dass das Rollo nicht mehr schließt, vergehen in der Regel mehrere Jahre. Dann wird es von unserem Service-Team ausgewechselt und in den NatureRooms Produktionsstätten beschnitten. Aus dem Schnittgut lassen wir anschließend neue Moosmatten wachsen. Die beschnittene Matte regeneriert sich und wird wieder für Kunden verwendet. So entsteht ein nachhaltiger Kreislauf und das Moos wächst mit unserem Kundenstamm.

Kann man die Wand ins Smart Home integrieren?

Ja, absolut! Das mitgelieferte Messinstrument beinhaltet 11 Sensoren, die dem Nutzer zur Verfügung stehen, um direkt ins Smart Home System integriert zu werden. Zudem ist die Mooswand mit einem eigenen Netzwerk versehen, sodass die Kommunikation direkt zwischen Sensor und Steuerelement geschieht und alle Daten dort gespeichert bleiben, wo sie aufgenommen wurden.

Wie viel Strom verbraucht die Mooswand?

Geht man von einer Nutzungsdauer zu üblichen Büro- oder Geschäftszeiten aus (5 Tage à 8 Std.), so verbraucht die Wand durchschnittlich 1,3 kWh am Tag. Der Vorteil ist jedoch, dass die Wand nur eingeschaltet sein muss, wenn der Raum auch belegt ist oder benutzt wird. Das Moos nimmt keinen Schaden, wenn es mehrere Wochen ohne Wasser oder Licht auskommen muss. Darüber hinaus gibt es mehrere ECO-Funktionen. Zum Beispiel geht das Licht automatisch aus, wenn das Moos trocken ist oder wenn das Tageslicht ausreicht.

Warum nennt sich die Mooswand von Nature Rooms „Die erste lebende Mooswand für Innenräume“?

Sicherlich hat jeder schon einmal eine grüne Mooswand oder ein Moosbild mit echtem Moos gesehen und daher taucht jetzt öfters die Frage auf, was das Besondere an der Mooswand von NatureRooms ist. Die bisherigen Mooswände sind zwar aus echtem Moos, jedoch ist dieses konserviert und folglich abgestorben. Es hat für die Raumluft keinen Nutzen mehr. Da die Aufbereitung des Wassers sowie die Entwicklung eines kostengünstigen und effizienten Bewässerungssystems einiges an Forschung & Entwicklung in Anspruch nimmt, gab es bisher noch keine lebendige Mooswand auf dem Markt. Bis jetzt. Denn NatureRooms hat diese Lücke nun geschlossen.

Wie unterscheidet sich die Mooswand von herkömmlichen lebenden Pflanzenwänden?

Seit einigen Jahren gibt es bereits Hersteller und verschiedene Systeme für lebendige Pflanzenwände. Diese haben ebenfalls einen positiven Effekt auf das Raumklima. Die Pflanzen und vor allem ihre Wurzeln müssen jedoch ca. alle 3 Monate von fachkundigem Personal beschnitten werden. Da Moose die Mineralstoffe über die Blättchen aufnehmen, ist der wurzelartige Teil der Pflanze sehr gering und lediglich zum Halt ausgebildet. Moose wachsen zudem in dichten Teppichen heran. So gewinnen sie nur langsam an Höhe und müssen auch nach oben hin weniger oft beschnitten werden. Gleichzeitig hat 1 m² Moos durch die zahlreichen kleinen Blättchen eine größere Gesamtoberfläche und damit einen größeren Filtereffekt als 1 m² Pflanzenwand. Auch Pflanzenerde wird nicht benötigt, womit keine Parasiten und Mikroorganismen in die Innenräume gelangen.

Fakten & weiterführende Literatur

Wissenschaftliche Artikel

Moos eignet sich besonders als Luftfilter

Frahm J.P. (n.d.). Feinstaubreduktion an Straßenrändern durch Moosmatten. https://docplayer.org/80113896- Feinstaubreduktion-an-strassenraendern-durch-moosmatten-prof-dr-jan-peter-frahm.html 

Frahm J.P. (2013). Interesting facts about moss mats. Xeroflor. http://www.flatroofing.ie/downloads/ moss_mats_interesting_facts.pdf 

Sempel et al. (2013). Modellversuch zur Feinstaubbindung: Extensive Dachbegrünung vs. Schotterdach. Gesunde Pflanzen - Pflanzenschutz – Verbraucherschutz – Umweltschutz. Springer. DOI: 10.1007/ s10343-013-0305-6 

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Verschlechterte Raumluftqualität durch energieeffizientes Bauen

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Spiru P. et al. (2017). A review on interactions between energy performance of the buildings, outdoor air pollution and the indoor air quality. Energy Procedia 128 179–186

Sick-Building-Syndrome

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Warum wir unser Wasser filtern

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Wie Pflanzen auf die Psyche wirken

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